Ablauf


Die begleiteten Kontakte finden im Beisein fachlich qualifizierter, besonders geschulter Personen (= BesuchsbegleiterIn) in  den Räumen unseres Institutes in Wels, Linz, Freistadt und ab Herbst 2017 in Steyr statt.

 

1.) getrennte Erstgespräche mit jedem Elternteil bzw. jeder involvierten Bezugsperson des Kindes

 

2.) Kennenlernphase: Kind - BesuchsbegleiterIn (3 bis 5 Einheiten), damit das Kind die Besuchsbegleiterin bzw. den Besuchsbegleiter und die Rahmenbedingungen der zukünftigen Kontakte kennenlernen und Vertrauen aufbauen kann

Anwesend sind bei diesen Kennenlernterminen das Kind und die Besuchsbegleiterin bzw. der Besuchsbegleiter, nicht jedoch ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson des Kindes (Ausnahme: bei sehr jungen Kindern mit ausgeprägten Trennungsängsten).

 

3.) Besuchsbegleitung: begleitete Kontakte zwischen Kind und Bezugsperson

 

4.) regelmäßige Feedbackgespräche mit den involvierten Bezugspersonen des Kindes

 

5.) gemeinsame Gespräche mit beiden Elternteilen bzw. den Bezugspersonen des Kindes, um langfristige Lösungen zu finden, die eine eigenverantwortliche Kontaktregelung ermöglichen


Es ist unter besonderen Voraussetzungen, v.a. am Beginn der Besuchsbegleitung möglich, dass Eltern zeitversetzt zum vereinbarten Termin kommen und gehen und so keinen Kontakt zueinander haben (z.B. wenn eine konfliktfreie Übergabe nicht möglich ist).

 

Die Besuchszeit findet in Abwesenheit des bringenden Elternteils, jedoch im Beisein der Besuchsbegleiterin / des Besuchsbegleiters statt.

 

Die Gestaltung der Besuchszeit obliegt dem Elternteil, das heißt, die Kontakte können individuell gestaltet werden, sollen sich aber an den Bedürfnissen des Kindes orientieren (Gespräche, Spiele, gemeinsames Malen usw.). Sie können Spiele von Zuhause mitbringen oder von uns zur Verfügung gestellte Spiele oder Materialien verwenden. In unseren Instituten stehen für die Besuchskontakte sowohl Spiel- als auch Gesprächszimmer zur Verfügung.

 

Nach Absprache mit den BesuchsbegleiterInnen sind auch diverse andere Freizeitaktivitäten während der Kontakte (z.B. Besuch nahe gelegener Spielplätze oder Kaffeehäuser) möglich.



ABBRUCH DER BESUCHSBEGLEITUNG

 

Die Besuchsbegleitung ist abzubrechen, wenn die Durchführung vom bringenden Elternteil verweigert wird bzw. dieser dreimal hintereinander nicht mit dem Kind zu den vereinbarten Terminen kommt oder der kontaktberechtigte Elternteil dreimal hintereinander oder in einem zeitlichen Naheverhältnis unentschuldigt bzw. ohne berücksichtigungswürdige Gründe den Kontakten fernbleibt.

 

Der Abbruch wird (bei gerichtlicher Anordnung) dem zuständigen Gericht unter Angabe des Grundes gemeldet.

 

Kommt die bringende oder die besuchende Person alkoholisiert oder unter dem offensichtlichen Einfluss von Suchtmitteln oder Medikamenten zum Termin, verhält sich die bringende oder die besuchende Person aggressiv oder gewalttätig oder zeigt sie verbale Entgleisungen, werden der Kontakt an diesem Tag von der besuchsbegleitenden Fachperson abgebrochen und die Umstände des Abbruchs dem Gericht mitgeteilt. Dasselbe gilt für wiederholt schwere Verstöße gegen zuvor getroffene Vereinbarungen mit unserem Institut. 

 

Kommt die besuchende Person nicht pünktlich zum vereinbarten Termin, wird versucht, diese telefonisch zu erreichen; ebenso wenn die bringende Person nicht pünktlich kommt. Länger als 30 Minuten Wartezeit wird dem Kind nicht zugemutet. Die Kosten für einen nicht zu Stande gekommenen Termin trägt jener Elternteil bzw. jene Bezugsperson, die nicht pünktlich zum vereinbarten Termin kam.