Rechtliche Bestimmungen


§ 186 ABGB

Persönliche Kontakte

Jeder Elternteil eines minderjährigen Kindes hat mit dem Kind eine persönliche Beziehung einschließlich der persönlichen Kontakte (§ 187 ABGB) zu pflegen.

 


§ 187 Abs. 1 ABGB

 

Das Kind und jeder Elternteil haben das Recht auf regelmäßige und den Bedürfnissen des Kindes entsprechende persönliche Kontakte. Die persönlichen Kontakte sollen das Kind und die Eltern einvernehmlich regeln. Soweit ein solches Einvernehmen nicht erzielt wird, hat das Gericht auf Antrag des Kindes oder eines Elternteils diese Kontakte in einer dem Wohl des Kindes entsprechenden Weise zu regeln und die Pflichten festzusetzen. Die Regelung hat die Anbahnung und Wahrung des besonderen Naheverhältnisses zwischen Eltern und Kind sicherzustellen und soll möglichst sowohl Zeiten der Freizeit als auch die Betreuung im Alltag des Kindes umfassen. Das Alter, die Bedürfnisse und die Wünsche des Kindes sowie die Intensität der bisherigen Beziehung sind besonders zu berücksichtigen. 

 


Jedes Kind hat somit das Recht auf die Aufrechterhaltung ausreichender persönlicher Kontakte zu beiden Elternteilen bzw. zu für ihn wichtigen Bezugspersonen.

 

Begleitete Kontakte können auf Grundlage des § 111 AußStrG vom Gericht angeordnet werden, von Amts wegen aber auch auf bloßen Wunsch eines Elternteils bei gleichzeitiger Zustimmung durch den anderen Elternteil oder der Bezugsperson des Kindes stattfinden.

Das heißt, Besuchsbegleitung kann freiwillig, von Amts wegen oder auf richterliche Anordnung hin stattfinden.